Jazz:yl Freiklang Freunde e.V.

Unter dem Namen Jazz:yl Freiklang Freunde e.V. wurde in Hofheim am Taunus eine neue Initiative gegründet, die sich zur Aufgabe gemacht hat, vor allem experimentellen Jazz, freie Improvisation sowie Grenzbereiche zur Neuen Musik zu fördern und Konzerte im Raum Hofheim und Umgebung zu veranstalten.

Am Dienstag 29.Oktober 2019 20:30 präsentiert Jazz:yl Freiklang eV in Kooperation mit dem Jazzkeller Hofheim Team

Théo Ceccaldi | FREAKS

Théo Ceccaldi (violin), Matthieu Metzger (saxophones), Quentin Biardeau (saxophones), Valentin Ceccaldi (cello), Giani Caserotto (guitar), Etienne Zemniak (drums)

Théo Ceccaldi und seine Band FREAKS sind die jungen Wilden in der französischen Jazzszene. Der virtuose Geiger Ceccaldi hat in den klassischen Musikgbereichen bereits einen klingenden Namen. Mit FREAKS, einer verrückt progressiven Jazzrock Gruppe aus Bläsern, Cello, Gitarre und Drummer, wechselt er hochgetaktet zwischen Stilen, Tempi, Rhythmen und Stimmungen. Vom hübschen Chanson gehen die Musiker direkt über in heftigen Rabatz-Jazz, verwandeln sich in ein Orchester à la Kurt Weill, um dann durch Elektromusik zu geistern oder zum meisterlichen Kammerensemble zu mutieren. Klingt nach viel, ist es auch; Ein derart furioses, schöpferisches Unterfangen, dass es Spaß macht!

Youtube-Links:
Théo Ceccaldi | Freaks - live in Toulouse
Théo Ceccaldi | Freaks - Live @ Atlantique Jazz 2018
Théo Ceccaldi | Freaks - Live à La Maroquinerie - Coquette Rocket

Datum: Dienstag 29.Oktober 2019 21:00
Ort: Jazzkeller Hofheim
Hattersheimer Straße 6B
65719 Hofheim Ts

Einlass: 20:30
Eintritt: 16 € (Mitglieder 12 €, unter 21 J. 5 €)

Am Sonntag 17. November 2019 19:30 präsentiert Jazz:yl Freiklang eV in Kooperation mit dem Jazzkeller Hofheim Team

Coudoux / Landfermann Duo

Elisabeth Coudoux – Cello
Robert Landfermann – Kontrabass

Das Spiel der beiden kann sehr expressiv sein, rangiert zwischen ausgeprägter Dramatik und zurückhaltender Sensibilität bis zur totalen Verausgabung.

Zeitweise sind ihre musikalischen und klanglichen Exkursionen sehr vertrackt, man hört Multiphonics auf dem Arco-Bass zusammen mit sehr klaren Cello-Sounds als Kontrast – ein anderes Mal spielen beide auf zwei Saiten und erzeugen eine absolut unerwartete Fülle und Dichte und es klingt, als wären weitaus mehr als nur zwei Instrumente im Einsatz.

Klänge verbinden und überlagern sich und die Instrumente selbst scheinen zu verschwinden. Wer macht was und wie ? Aber das spielt alles keine Rolle. Einfach zuhören, Verstand abschalten und sich der berauschenden Schönheit der Musik hingeben – manchmal abstrakt, manchmal sehr emotional, stets erfinderisch und intensiv mit der Motivation, gemeinsam neue und unerwartete Sounds und neue Hörerfahrungen zu kreieren.

(Übersetzung aus den CD Liner Notes)



Elisabeth Coudoux
ist Cellistin an der Schnittstelle unterschiedlicher musikalischer Genres: freie Improvisation, experimentelle Musik, Neue komponierte Musik und Jazz. Einem klassischen Studium als Basis folgte aufbauend ein Jazzstudium in Köln bei Frank Gratkowski und Prof. Dieter Manderscheid. Neben ihren eigenen Projekt (z.B. Emißatett wofür sie komponiert), ist sie Cellistin in vielen Ensembles und arbeitet in interdisziplinären Projekten mit Tänzern, visuellen Künstlern und Schriftstellern zusammen. Sie ist Mitglied von IMPAKT, ein Kollektiv für freie Improvisation in Köln.



Robert Landfermann (*1982)
gilt als einer der besten und innovativsten europäischen Jazz-Bassisten seiner Generation. Der WDR-, SWR Jazzpreisträger und Gewinner des „Neuen Deutschen Jazzpreises Mannheim“ spielte in verschiedensten Formationen auf allen Kontinenten unter anderem mit Weltstars wie John Scofield, Lee Konitz, Yo-Yo Ma, Charlie Mariano, Joachim Kühn, Django Bates, Ralph Towner, Chris Potter, Tomasz Stanko und Barre Philips.

In der europäischen Szene ist er bekannt als herausragender Improvisator, sowohl im traditionellen Jazzumfeld, als auch in der experimentellen Avantgardeszene. Er ist Leiter mehrerer eigener Ensembles und Mitinitiator des Kölner Künstlerkollektivs KLAENG, das jedes Jahr Jazzfestivals und Workshops organisiert und 2014 das Label Klang-records ins Leben gerufen hat. Seine Arbeit ist durch Veröffentlichungen auf zahlreichen Tonträgern bei renommierten Jazzlabels und Radiomitschnitten dokumentiert.

Landfermann unterrichtete von 2011-2019 an der Folkwang-Universität der Künste Essen. Seit 2019 ist er Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik und Bildende Kunst Mannheim.

SoundCloud:
Kehdata Robert Landfermann & Elisabeth Coudoux

Youtube-Links:
Emißatett in der Künstlerwerkstatt
Robert Landfermann solo am Kontrabass

Datum: Sonntag 17. November 2019 19:30
Ort: Jazzkeller Hofheim
Hattersheimer Straße 6B
65719 Hofheim Ts

Einlass: 19:00
Eintritt: 15 € (Mitglieder 12 €, unter 21 J. 5 €)

Am Sonntag 15. Dezember 2019 20:00 präsentiert Jazz:yl Freiklang eV in Kooperation mit dem Jazzkeller Hofheim Team

„keys & screws“

thomas borgmann – saxophones
jan roder – bass
willi kellers - drums

Die enge Zusammenarbeit von Borgmann & Kellers dauert schon knapp drei Dekaden, sei es in der Gruppe „Ruf der Heimat“ mit Christoph Winckel oder im Trio „Boom Box“ mit Akira Ando am Bass. Daneben immer wieder Konzerte im Trio mit den Bassisten Jan Roder und Joel Grip und 2015 in New York mit Max Johnson (one for cisco).

Saxophon trifft Drums trifft Bass – und das mit aller Wucht. In langen, häufig fließenden Stücken erschaffen Thomas Borgmann, Willi Kellers und Jan Roder eine Musik, die sich zwischen lyrisch friedlichen und ekstatischen Phasen, zwischen weiträumigem und dichtem Spiel hin und her bewegt.

In den Biografien der drei Herren, tauchen die Namen Peter Brötzmann, Steve Lacy, John Coltrane, Pharoah Sanders, Ernst-Ludwig Petrowsky, Heinz Sauer, Albert Mangelsdorff, Willem Breuker, Fred Frith, Cecil Taylor, Borah Bergman, Alexander von Schlippenbach und die beiden wilden Kerle Frank Wright und Charles Gayle auf, als Spielgefährten, verehrte Idole oder Musiker, mit denen sie verglichen wurden – oder als all das zusammen.

Die musikalische Welt steten Aufbruchs, steten Abwägens alter und sich neu entwickelnder handwerklicher, formaler und klanglicher Traditionen, in der Thomas Borgmann, Jan Roder und Willi Kellers erwachsen geworden sind, ist damit einigermaßen umrissen, was daraus bei diesem Trio erwächst, aber keineswegs. Denn hier entsteht aus den verschiedensten Anregungen eine Musik voller überraschender Wandlungen und enormer, absolut origineller Vielfalt.

„Telling a story in a song without words has been the natural domain of the saxophone, especially in the hands of an expert such as Borgmann. To succeed he would need a sound to die for and an ability to instil in a song, some kind of authentic sentiment drawn from the possibility of the absent words. The saxophonist is blessed with a combination of prodigious wind-playing attributes – dare one say brooding, Germanic – approach to phrasing, quite astonishingly outstanding intonation and a sound which is open and honest, even and focussed on all registers.“
~ Raul da Gama @ jazzdagama.com

„Das Spannungspotential ihrer Musik inszenierten sie wahlweise mit hymnischer Inbrunst, orgiastischer Expansionskraft, swingender Eleganz oder afrikanischer Rhythmusobsession.“
~ Hannes Schweiger @ FreiStil

„...wie schön diese band swingt. immer. und dieser swing ist durch drei teilbar. allein kellers beckenarbeit – welch leichte, komplexe bewegung. das ist nicht nur fliegen – das ist das spreizen von federn, kontrahieren von muskeln, drehen der richtung, auswählen der schneisen. und dazu wird gesungen. auf dem tenor und dem sopran im wechsel, im battle. der hymnische ton und der analytische ton. das stöhnen und das sagen. ein motiv finden, das in sich schön ist, von allein steht, ein angebot ist – um es dann anzuspannen, überzustreichen, zu zerreißen oder weiterzuentwickeln.“
~ Jan Künemund

Willi Kellers: „...one of the players of our music in Europe!“
~ Cecil Taylor

Youtube-Links:
keys & screws w/ thomas borgmann - jan roder - willi kellers: surfing the steeldrum
Keys & Screws Double Bass @ B-flat Berlin 2019
keys & screws doublebass ~ Willi Kellers, Thomas Borgmann, Jan Roder, Christoph Winckel

Datum: Sonntag 15. Dezember 2019 20:00
Ort: Jazzkeller Hofheim
Hattersheimer Straße 6B
65719 Hofheim Ts

Einlass: 19:30
Eintritt: 17 € (Mitglieder 14 €, unter 21 J. 5 €)

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